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Zutaten

Warum noch ein Gänseschmalzrezept?

Im Jahre 2005 und noch gut gefüllt vom weihnachtlichen Gänsebraten wollte ich mich mal daran wagen aus den fettigen Überresten der Gans den so beliebten Schmalz (ich selber mag ihn nicht...) zu machen. Google ist mein Freund und tatsächlich hatte ich relativ schnell paar Rezepte für Gänseschmalz zusammen.

Aber: Erstens haben diese Rezepte sich alle widersprochen und zweitens musste ich gleich im Anschluss noch ein bissl Google quälen um ein paar Begrifflichkeiten zu klären, die mir als Nichtgänsekenner auf die Füße fielen.

Und ganz praktisch gedacht: ich werde es wohl nächstes Jahr wieder machen und da ist es doch praktisch, wenn ich weiß, wo ich nachschauen kann, wie ich es gemacht habe :)

Und los gehts

Wenn man eine Gans fertig zubereitet hat hat man zwei Dinge gewonnen: Erstens eine schöne schwimmende Fettsuppe und zweitens hat man hoffentlich die großen Fettteile aus der Gans rausgeschnitten (und da haben wir gleich ein Beispiel aus den anderen Rezepten: dieses Fett aus der Gans heißt "Flomen").

Diese Flomen kommen nun in einen Topf und dieser wird "leicht köchelnd" (bei meinem E-Herd heißt dies auf 1,2 von maximal 3) auf dem Herd untergebracht. Nun nehme man sich die den Apfel und die Zwiebel vor und mache aus diesen jeweils einen kleinen Berg Würfel, die auch in den Topf kommen. Nach ein paar Minuten tritt das flüssige Fett aus den Flomen aus und Äpfel und Zwiebel können daran schön baden. Dieses Austreten des flüssigen Fetts findet Ihr unter dem Begriff "auslassen" in den diversen Rezepten im Netz.

Wenn Ihr nun während der Zubereitung der Gans noch flüssiges Fett abgeschöpft habt könnt Ihr das dazupacken. Das ganze wird nun für rund 45 Minuten auf dem Herd gelassen. Etwas Majoran und etwas Salz reinstreuen macht die Sache noch leckerer.

Da Gänseschmalz auch fertig relativ flüssig ist könnt Ihr ca. 10 Minuten vor dem Ende der 45 Minuten Schweineschmalz hinzugeben, der sich auflösen wird und später für eine festere Konsistenz sorgen wird.

Nachdem alles schön durchgeköchelt ist nehme man einen Sieb und ein Behältnis (Stilvoll: Etwas aus Ton, praktisch: Plastikschüssel mit Deckel). Nun schütten wir das ganz Zeug durch das Sieb in das Behältnis und werfen den Inhalts des Siebs weg. Das noch flüssige Fett wandert nun in den Kühlschrank (abgedeckt) und wenn es kalt ist haben wir fertigen Schmalz.

Nun noch ein leckeres, frisches Brot nehmen, Schmalz drauf und mit Salz nach belieben bestreuen und dann: Guten Hunger.